Przejdź do:

Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Literatur

Mordechai Strigler: Werk C. Verloschene Lichter III

11.03.2020 19:00

Ein Zeitzeugenbericht aus den Fabriken des Todes
 
Lesung mit dem Herausgeber Frank Beer

Programm „Leipzig liest polnische Literatur“ zur Leipziger Buchmesse

Eintritt: frei
 
Ort: Polnisches Institut, Markt 10,
04109 Leipzig

Kurz nach seiner Befreiung aus dem deutschen NS-Konzentrationslager Buchenwald im April 1945 begann Mordechai Strigler, seine Erfahrungen in den Lagern im besetzten Polen literarisch zu verarbeiten. Schonungslos wie kaum ein anderer Überlebender beschreibt er die Lagerorganisation und das Lagerleben sowie den Umgang der jüdischen Gefangenen untereinander. 
 
In „Werk C“ schildert Strigler die Monate von September 1943 bis März 1944 im Arbeitslager Skarżysko-Kamienna, das vom Leipziger Rüstungsunternehmen HASAG AG betrieben wurde. Dabei konzentriert er sich auf einzelne Personen, Beziehungen und Begebenheiten. Er beschreibt sowohl den Alltag im Lager als auch außergewöhnliche Umstände wie Geburten oder das von den Gefangenen ersonnene Prostitutionsmodell. Da er mit der Zeit in „privilegiertere“ Kreise der jüdischen Lagerverwaltung aufstieg, kann er auch über die „mittlere Verwaltungsebene“ sowie die Organisation des gesellschaftlichen Lagerlebens berichten und ein detailliertes Porträt der Funktionshäftlinge im Arbeitslager liefern.
 
Frank Beer hat die vielbeachtete Quellenedition „Nach dem Untergang. Die ersten Zeugnisse der Shoah in Polen 1944–1947“ initiiert und mitherausgegeben. Seine Übersetzungen von Zeitzeugenberichten erschienen in Büchern und im Internet. 
 
Veranstalter: Gedenkstätte Zwangsarbeit Leipzig in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig, dem Buchinstitut Kraków und dem zu Klampen! Verlag
 
Info: www.leipziger-buchmesse.dewww.zuklampen.de