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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Musik

Clara Schumann trifft Maria Szymanowska

14.09.2019 19:00

Maria Szymanowska trifft Clara Schumann

Konzert von Anna Lipiak (Klavier)
zum 230. Geburtstag von Maria Szymanowska und zum 200. Geburtstag von Clara Schumann

Schumann-Festwochen 2019

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Eintritt: frei
 
Ort: Polnisches Institut, Markt 10,
04109 Leipzig

Haben sich Maria Szymanowska und Clara Schumann getroffen? Die 30 Jahre ältere Polin hatte bereits als Pianistin und Komponistin Europa bereist und dabei nicht nur Goethe beeindruckt, sondern war ein veritabler Star der damaligen Musikwelt. Die polnische Komponistin ernährte sich und ihre Familie allein durch ihre Kompositionen und ihre Auftritte, war alleinerziehend und dennoch eine der ersten Frauen, die als Solistin und Komponistin Europa bereisten.
 
Vielleicht war Szymanowska auch eine Art Rollenvorbild für Clara Schumann? Immerhin wurden ihre Werke bei Breitkopf und Härtel verlegt und Robert Schumann äußerte sich anerkennend über sie. Auch Goethes Eindrücke über sie aus Marienbad und Weimar hätten bis zu Clara Schumann vordringen können. Der Musikverlag Breitkopf & Härtel gab zwischen 1819 und 1820 in sechs Sammelbänden Maria Szymanowskas Kompositionen heraus. Robert Schumann schrieb 1836 in der Neuen Zeitschrift für Musik über die Wiederveröffentlichung ihrer zwölf Etüden: „An Erfindung und Charakter heißen wir sie jedenfalls das Bedeutendste, was die musikalische Frauenwelt bis jetzt geliefert.“

 
Die Pianistin Anna Lipiak hat ein Programm zusammengestellt, in dem das enge Geflecht deutlich wird, das die Komponistinnen aus Polen und Deutschland verbindet.
 
Programm:
 
Clara Wieck-Schumann: Romanze Nr. 1 op. 21 & Sonate g-moll
Maria Szymanowska: Polonaise f-moll & Nocturne B-Dur
Fryderyk Chopin: Ballade As-Dur op. 47
Johannes Brahms: Intermezzo Nr. 1 a-moll op. 118 & Intermezzo Nr. 2 A-Dur op. 118
Robert Schumann: Sonate für Klavier, Nr. 1 fis-moll op. 11 „Clara Wieck gewidmet ...“

 
Anna Lipiak gehört zur jungen Generation polnischer Pianistinnen, sie studierte bei Grzegorz Niemczuk und lernte u.a. bei Jeffrey Swann und Andrzej Jasiński. Für ihre künstlerischen Leistungen erhielt sie viele Auszeichnungen, darunter drei Stipendien des Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulwesen der Republik Polen. Sie konzertierte bereits in Tschechien, Frankreich, Deutschland, Italien und Kroatien und wurde bei zahlreichen internationalen Klavierwettbewerben ausgezeichnet – in Padua, Brescia sowie Kraków gewann sie erste Preise und war Finalistin des 45. Gesamtpolnischen Fryderyk-Chopin-Klavierwettbewerbs 2013. Im selben Jahr debütierte sie als Solistin mit dem 2. Klavierkonzert von Fryderyk Chopin, begleitet vom Orchester des Polnischen Rundfunks unter der Leitung von Marek Moś.
 
"Ihr Spiel war geprägt von einem schönen Klang, Kontrolle in Pedalisierung und Phrasierung, Selbstbewusstsein und natürlicher poetischer Musikalität." (Giornale di Brescia, Italien)


 
Veranstalter: Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig in Kooperation mit dem Schumann-Haus Leipzig und der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur
 
Info:
annalipiak.com,
www.facebook.com/ania.pianist,
www.sophie-drinker-institut.de/szymanowska-maria,
schumannhaus.rahn.network