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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Literatur

Neue Gedichte aus Polen

23.03.2019 20:30

Lesung mit Tomasz Różycki und Wojciech Kudyba

Moderation: Bernhard Hartmann (Übersetzer)

Programm „Leipzig liest polnische Literatur“ zur Leipziger Buchmesse

Eintritt: frei

Ort: Polnisches Institut, Markt 10,
04109 Leipzig

Zwei vielfach ausgezeichnete polnische Autoren präsentieren dem Publikum sich und ihre Werke. In der jüngsten Lyrik bietet sich die Chance, Einblicke in das Denken und Fühlen polnischer Schriftsteller der Gegenwart zu bekommen.
 
Tomasz Różycki wurde 1970 in Opole geboren, wo er lebt und arbeitet. Er ist Dichter, Essayist, Schriftsteller und Übersetzer aus dem Französischen. Er hat bisher sieben Gedichtbände vorgelegt, darunter 2004 das epische Poem „Dwanaście stacji“ (dt. „Zwölf Stationen“ 2009 in der Übersetzung von Olaf Kühl). In der edition.fotoTAPETA erschien 2016 sein Roman „Bestiarium“ in der Übersetzung von Marlena Breuer. 2018 folgte im selben Verlag der Gedichtband „Der Kerl, der sich die Welt gekauft hat“, übersetzt von Bernhard Hartmann. Różycki hält sich seit Sommer 2018 für ein Jahr als DAAD-Stipendiat in Berlin auf.
 
„Leben ist Chaos und die Sprache ein Mittel, dieses Chaos zu zähmen und zu ordnen. Dabei schafft jede Sprache eigene Ordnungen und Weltmodelle“, schreibt der Übersetzer Bernhard Hartmann über die Lyrik Tomasz Różyckis. In gewisser Weise seien seine Gedichte freie Verse, die tradierte Formen eher ironisch zitieren als wiederbeleben. „Zugleich sind die Form und das Spiel mit der Form aber ein wesentlicher Bestandteil von Różyckis Lyrik.“ Das Ergebnis ist verblüffend: ein zupackender, ironischer und ungeheuer differenzierter Blick – auf die ganze Welt.


 
Wojciech Kudyba (geb. 1965) ist Dichter, Erzähler, Kritiker und Professor für Literaturwissenschaft an der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität in Warschau. Charakteristisch für seine Dichtung ist der „Effekt der bewegten Form“, wie der Autor selbst es einmal formulierte. Gefestigte Redewendungen stellt er in Frage, Phraseologismen zerlegt er. Kudybas Lyrik verspricht keine einfache Welt, die frei von Kontroversen wäre – solche Visionen verweist er selbstironisch in die Welt der Träume. Motive von Familie, Haus und naher Umgebung erlangen den Rang universeller Topoi, deren Vitalität und Dauer von stets neuen Akten des Vertrauens in geschaffenes Gutes abhängen. Vor allem als Dichter bekannt, publizierte er 2015 den Roman „Nazywam się Majdan“ (Mein Name ist Majdan), der ihm ebenfalls viel Anerkennung einbrachte.
 
Veranstalter: Polnisches Buchinstitut in Kooperation mit dem Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig und dem Verlag edition.fotoTAPETA
 
Info: www.edition-fototapeta.eu

Fotos (c) Slav Zatoka & David Tolley