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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Diskussion

Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs

01.09.2017 13:00

Gedenkzeremonie und Ausstellung „Oflag IV-C Colditz. Polnische Kriegsgefangene in deutscher Gefangenschaft im Zweiten Weltkrieg“
 
Eintritt: frei
 
Öffnungszeiten der Ausstellung: Di–Fr 10:00–17:00 Uhr 
 
Ort: Schloss Colditz, Schlossgasse 1, 04680 Colditz

Auf Schloss Colditz wird an den deutschen Überfall auf Polen erinnert, der den Beginn des Zweiten Weltkriegs markierte. Gemeinsam wird aller Opfer dieses Kriegs gedacht.

Ablauf

13:00
Gedenkzeremonie auf Schloss Colditz in Erinnerung an den deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939
 
anschl.
Besichtigung der Ausstellung „Oflag IV-C Colditz. Polnische Kriegsgefangene in deutscher Gefangenschaft im Zweiten Weltkrieg
 
15:00 Uhr & 17:00
öffentliche Führungen durch die Ausstellung
 
Schloss Colditz war während des Zweiten Weltkriegs ein Kriegsgefangenenlager für Offiziere. Weithin bekannt sind die Erzählungen britischer Offiziere über Fluchten aus dem Lager, das die Nationalsozialisten auch im Ausland als Musterlager darstellten. Bereits kurze Zeit nach dem deutschen Überfall auf Polen kamen erste Generäle und Offiziere hier in Haft. Mit der Niederschlagung des Warschauer Aufstands im Herbst 1944 wurden weitere polnische Soldaten hier inhaftiert, darunter der Kommandant der Streitkräfte in Polen und Oberbefehlshaber des Warschauer Aufstands, General Tadeusz „Bór“ Komorowski und der Befehlshaber der Heimatarmee (Armia Krajowa) in Warschau Antoni Chruściel.
 
Die dreisprachige Ausstellung „Oflag IV-C Colditz. Polnische Kriegsgefangene in deutscher Gefangenschaft im Zweiten Weltkrieg“ auf Schloss Colditz erinnert aus polnischer Perspektive an die Schicksale der Inhaftierten. Sie wurde vorbereitet vom Amt für Kombattanten und Opfer von Repressionen der Republik Polen, der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung sowie dem Rat zum Gedenken an die Opfer von Kampf und Martyrium und bearbeitet von Andrzej Krzysztof Kunert und Kazimierz Wóycicki, mit Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und dem Ministerium für Kultur und Nationalerbe der Republik Polen.

Veranstalter: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinnützige GmbH in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig 
Hinweis: Das für 15:00 Uhr geplante Friedensgebet in der Schlosskapelle entfällt. Stattdessen wird empfohlen, am Friedensgebet in St. Egidien teilzunehmen: Um 18:00 Uhr wird in einem Vorprogramm mit der Liedertafel Colditz in Anlehnung an ein Lutherwort ein Apfelbaum gepflanzt, dazu gibt es Pfarrgartenapfelsaft und die Teilnehmenden können schriftlich Wünsche und Gebete formulieren. Um 19:00 Uhr findet eine ökumenisches Friedensgebet mit der Liedertafel Colditz statt, die Predigt hält Pfarrerin A. Lau. Dazu laden der Kirchenvorstand Colditz-Lastau, Pfarrerin Angela Lau, die Katholische Gemeinde St. Raphael Colditz, Pfarrer Andreas Leuschner, und das Colditzer Bündnis – vielfältig, demokratisch, weltoffen ein.