Przejdź do:

Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Diskussion

Mein Weg zur Freiheit – wie Polen ...

03.05.2016 19:00

4. Poniatowski-Vorlesung zum Nationalfeiertag der Republik Polen

Vortrag von Dr. Robert Żurek (Institut für Nationales Gedenken, Wrocław) und Gespräch mit Friedrich Magirius

Eintritt: frei
 
Ort: Polnisches Institut, Markt 10,
04109 Leipzig

... die DDR-Bürgerrechtler inspirierte

Als Anfang der 1980er-Jahre in Polen die freie und unabhängige Gewerkschaft Solidarność entstand und rasch zur antikommunistischen Oppositionsbewegung wurde, gab es in der DDR allenfalls kleine, kaum miteinander vernetzte Gruppen von Regimegegnern. Aber die Solidarność weckte das Interesse der ostdeutschen Bürgerrechtler an Polen. Ein Beispiel war Ludwig Mehlhorn, an dessen 5. Todestag mit dieser Veranstaltung auch erinnert wird. Der Blick ins Nachbarland Polen machte Mut und gab Hoffnung, weil der gesellschaftliche Widerstand dort positive Folgen hatte, die Diktatur schwächte und die Freiheit erweiterte. Er lieferte Vorbilder, wie bürgerrechtliche Aktivitäten effektiv  organisiert werden können.
 
Das von Robert Żurek herausgegebene Buch „Mein Weg zur Freiheit“ (erschienen im Fibre Verlag mit Unterstützung der Stiftung Warschauer Institut für Nationales Gedenken, der Stiftung „Polnisch-Deutsche Aussöhnung“ und dem Museum der Geschichte Polens in Warschau) thematisiert diese Vorbildrolle Polens für die ostdeutsche Oppositionsbewegung in 13 Gesprächen, die er mit DDR-Bürgerrechtlern geführt hat. Die Interviewpartner berichten über ihre Erfahrungen in und mit Polen, die sie inspirierten und ihrem eigenen gesellschaftlichen und politischen Engagement wichtige Impulse gaben. Die Gespräche veranschaulichen ein wenig bekanntes Kapitel der deutsch-polnischen Beziehungen in den Jahren vor der friedlichen Revolution im Herbst 1989. Zugleich sind sie hochaktuell, denn es geht in ihnen um universale Werte wie Zivilcourage, zwischenmenschliche Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung. Gesprächspartner von Robert Żurek waren Stephan Bickhardt, Eckart Hübener, Roland Jahn, Ruth Leiserowitz, Friedrich Magirius, Theo Mechtenberg, Markus Meckel, Heimgard Mehlhorn, Heinrich Olschowsky, Wolfgang Templin, Ester-Marie Ullmann-Goertz, Konrad Weiß und Karin Wolff.
 
Der Historiker Dr. phil. Robert Żurek forscht zu den deutsch-polnischen Beziehungen. Er leitet die Abteilung Wrocław des Instituts für Nationales Gedenken (IPN). 
 
Der Nationalfeiertag der Republik Polen am 3. Mai erinnert an die erste europäische Verfassung, die in Warschau 1791 verabschiedet wurde. Die ersten drei Vorlesungen erinnerten an die Verfassung vom 3. Mai 1791 (2013), an Polen im Ersten Weltkrieg (2014) und an Polens „bitteren Sieg“ 1945 (2015), der trotz großer Opfer statt der Freiheit neue Fremdherrschaft brachte. In diesem Jahr erinnert das Polnische Institut daran, wie der polnische Weg zur Freiheit Bürgerrechtler in der DDR inspirierte, auch in der DDR für Freiheit einzustehen.

Info: www.fibre-verlag.de