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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Diskussion

3. Poniatowski-Vorlesung

06.05.2015 19:00

1945 – der "bittere Sieg". Polen und die Befreiung

Vortrag von Prof. Dr. habil. Krzysztof Ruchniewicz, Direktor und Leiter des Lehrstuhls für Geschichte, Willy-Brandt-Zentrum (Wrocław)
 
Eintritt: frei

Ort: Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig

Das Ende des Zweiten Weltkriegs brachte für Polen nach den Jahren der Besatzung einen „bitteren Sieg“. Der Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland brachte nicht die erhoffte Freiheit, sondern die Unterordnung unter die UdSSR. Viele polnische Zivilisten verloren im Krieg und als Kriegsfolge ihr Leben, ihre Heimat, das Land war in weitern Teilen verwüstet. Die Beteiligung polnischer Soldaten an der Befreiung der Welt vom nationalsozialistischen Terror führte für viele Soldaten der Heimatarmee direkt ins innere oder äußere Exil. Durch ihren Kampf für ein freies Polen wurden sie nach dem Krieg nicht gefeiert, sondern von den neuen Machthabern in Polen verfolgt. Die USA und Großbritannien entzogen der polnischen Exilregierung die Anerkennung und stützten so die Entstehung der Volksrepublik Polen.

 
Am 3. Mai, dem polnischen Nationalfeiertag zur Erinnerung an die erste moderne geschriebene Verfassung in Europa vom 3. Mai 1791, erinnert die Poniatowski-Vorlesung an den Fürsten Józef Poniatowski, der sich 1791 für die Verfassung einsetzte und 1813 bei der Völkerschlacht in Leipzig ums Leben kam.


Foto: Parade der Ersten Polnischen Armee im befreiten Warschau (19.01.1945)