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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Ausstellung

Meine jüdischen Eltern ...

29.01 - 01.05.2020

... meine polnischen Eltern.
Kinder des Holocaust

Ort: Klaussynagoge, Judenstraße 25/26, 38820 Halberstadt

Während der deutschen NS-Okkupation Polens im Zweiten Weltkrieg konnten etwa 5.000 jüdische Kinder gerettet werden. Jahrzehnte später erzählen 15 von ihnen die gleichermaßen erschütternde Geschichte ihres Lebens. Unter dem Titel "Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern" entstand hieraus eine außerordentlich ergreifende, sensibel umgesetzte Ausstellung.

Die Porträtierten sind Mitglieder des Verbands "Kinder des Holocaust", einer weltweiten Organisation, in der sich die vor der NS-Verfolgung geretteten Kinder zusammenfanden. Fast alle erfuhren erst als Erwachsene von ihrer wahren Herkunft. Die Spurensuche nach der eigenen verlorenen Identität brachte fast immer auch die traurige Gewissheit, der nationalsozialistischen Hölle als einziges Familienmitglied lebend entkommen zu sein.

Die Rettung war zuerst den jüdischen Eltern zu verdanken, die sich von ihren Kindern trennten. Vertraut waren ihnen nur die polnischen Eltern. Sie hatten in den Zeiten des Holocaust, als Bestialität straflos war, den Mut aufgebracht, sich der jüdischen Kinder anzunehmen. Alle polnischen Eltern wussten, woher die Kinder kamen. Was auf den Ausstellungstafeln zu lesen steht, ist aber auch eine kleine Geschichte Nachkriegspolens, eingebunden in fast alles, was seither in diesem Teil Europas geschehen ist.

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Moses-Mendelssohn-Akademie und Frauenzentrum Lillith Halberstadt

Info:
www.moses-mendelssohn-akademie.de,
st.rosalux.de/news/id/41513/ausstellung-meine-juedischen-eltern-meine-polnischen-eltern-kinder-des-holocaust