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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Ausstellung

Zwischen Leben und Tod

01.03 - 05.04.2020

Geschichten von Rettung während des Holocaust

im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit

Ort: Jüdische Gemeinde, Heinz-Joachim-Aris-Saal, Hasenberg 1,
01067 Dresden

Wie sah der Alltag von jüdischen Menschen aus, die sich vor der Verfolgung durch das deutsche NS-Regime verstecken mussten? Wie sah der Alltag von Menschen aus, die den Verfolgten halfen und häufig damit rechnen mussten, ihr eigenes Leben zu riskieren?
 
Der Holocaust forderte das Leben von fast sechs Millionen europäischen Juden. Einige der Überlebenden verdanken ihre Rettung Menschen, die unter hohem Risiko bereit waren, ihnen zu helfen. Sowohl für die Retter als auch für die Verfolgten war dies ein lebensgefährliches Unterfangen. Die Hilfe nahm viele Formen an, jeweils abhängig von den Bedingungen von Krieg und Besatzung in den einzelnen Regionen Europas, dem Bewusstsein für das Schicksal der Juden in der Bevölkerung sowie anderen individuellen Faktoren.
 
Die Ausstellung zeigt Rettungsgeschichten aus elf europäischen Ländern unter Berücksichtigung des Alltags der Menschen unter den Bedingungen von Krieg und Besatzung: Kroatien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Litauen, den Niederlanden, Polen, Rumänien, der Slowakei und der Ukraine.
 
Aus Deutschland werden zwei persönliche Schicksale erzählt. Die jüdische Schneiderin Alice Löwenthal überlebte die Vefolgung dank verschiedener Helfer in Berlin, Strausberg und Weimar. Erst nach Ende des Krieges erfuhr sie, dass ihre beiden Töchter, die sie in einem sicheren Versteck wähnte, Opfer einer Denunziation geworden waren. Das zweite Beispiel erzählt von einem berühmten Helfer, dem Inhaber der Blindenwerkstatt für Bürsten und Besen in Berlin, Otto Weidt. Er ist einer von etwa 600 Deutschen, die in Israel als „Gerechte unter den Völkern” ausgezeichnet wurden.
 
Die Ausstellung ist eine gemeinsame Initiative des Europäischen Netzwerks Erinnerung und Solidarität, des POLIN - Museum der Geschichte der Polnischen Juden in Warschau und der Gedenkstätte Stille Helden in Berlin.

Info: jg-dresden.org