Przejdź do:

Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Ausstellung

An der Grenze zweier Welten

25.07 - 27.08.2019

Gegenwart und Geschichte

Ausstellung mit Werken von Waldemar Rudyk und Paweł Warchoł

Eintritt: frei
 
Öffnungszeiten: Mo–Fr 12:00–17:00

Ort: Haus Dacheröden, Anger 37, 99084 Erfurt

Vernissage: 25.07. 2019 / 19:00

Finissage: 27.08.2019 / 19:00 mit den Künstlern und dem Ensemble M.O.L.O. Sound Painters
 
Das Erinnern an das historische Erbe des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Ausschwitz-Birkenau und die gegenwärtige Erlebniswelt der 40.000 Einwohner Stadt Oświęcim stehen einander tagtäglich einander gegenüber. Die fragile Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Erinnern und Vergessen, Auschwitz und Oświęcim gilt es behutsam zu überwinden – die Vergangenheit in die Gegenwart zu holen, die Erinnerung nicht zu verlieren, die Grenzen zweier Welten zu überqueren.
 
In der Ausstellung geht es nicht um das Gegenüberstellen zweier Œuvre oder das Gegenüberstellen von Vergangenheit und Gegenwart, sondern um den Versuch, Welten wahrzunehmen, zu überqueren und zu verbinden. Die Künstlerischen Welten von Waldemar Rudyk und Paweł Warchoł erschließen auf jeweils unterschiedliche Weise kaum begehbare Bereiche. Sie sind eine Entdeckung.
 
Neben großformatigen Tuschezeichnungen von Paweł Warchoł, zusammengefasst in Zyklen (u. a. Bunker, Walzen, Holzmaschinen, Hiobs Klagen, Auschwitz-Alphabet) werden Bilder und Installationen aus ökologischen Material von Waldemar Rudyk zu sehen sein.
 
Waldemar Rudyks Arbeiten verlangen geradezu nach Berührung durch den Betrachter. Unbearbeitetes Holz bildet den Grundton seines Schaffens. Er nagelt es an teils rostige, teils farbige Blechstücke mit unterschiedlicher Oberflächenstruktur, auch Nieten, Nägel und Metallstäbe sind Bestandteile des Abstrakten. Sie stehen im Verhältnis zueinander: farbig, linear, strukturell. Geheimnisvolle Zeichen und Schriften knüpfen an Räume und Orte an, verrätseln die abstrakten Werke, wecken Assoziationen. 
 
Paweł Warchoł arbeitet in der Gedenkstätte Auschwitz. Daraus speist sich die Nähe zum Ort, zur Geschichte, zu den Dingen und erleichtert den Umgang mit den Quellen. Welche künstlerischen Ausdrucksmittel sind geeignet, um über Auschwitz wahrheitsgetreu zu erzählen? Mit zahlreichen Strichen des Stiftes, mit Verismus und Pietät, präzise und genau schafft der Künstler emotionale Räume. Die großformatigen Grafiken und Zeichnungen sind in Zyklen zusammengefasst.
 
Zur Finissage wir das Ensemble M.O.L.O. Sound Painters mit zwölf eigens für dieses Projekt komponierten Musikstücken durch die Ausstellung führen. Die Künstler werden anwesend sein.
 
Veranstalter: Kulturstiftung des Freistaats Thüringen in Kooperation mit der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz
 
Info:
www.facebook.com/waldemar.rudyk,
www.facebook.com/pawarchol,
www.facebook.com/molosoundpainters