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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Film

kurzer langer weg

21.10.2009 19:00

kurzer langer weg
Dokumentation, CZ 2009, 82 min., OF m. dt. UT

Veranstalter: GWZO Leipzig, Veranstaltungsreihe „Kulturelle Interferenzen“

Ort: Polnisches Institut Leipzig
Markt 10
04109 Leipzig

Info:
www.kratkadlouhacesta.cz

www.uni-leipzig.de/gwzo



Im April 1945 wurde Vojtech Gál auf dem Weg von Sachsenhausen nach Schwerin von den Nazis ermordet. Sein Sohn Fedor Gál wurde ein paar Tage vorher im Konzentrationslager Terezín (Theresienstadt) geboren und lernte seinen Vater nie kennen. Im April 2008 machte er sich auf den selben Weg, um das Grab seines Vaters zu finden. Für den Bericht darüber nahm er seine Freunde, die Mitgestalter des Films, und einige Bekannte mit.
Unterwegs sprach er mit Zeitzeugen über das Leben der Juden in den slowakischen Gemeinden vor dem Krieg, über den slowakischen Nationalismus und Antisemitismus, über die Aussiedlung der slowakischen Juden und die Arisierung ihres Vermögens. Er sprach auch mit den Menschen, die in der Nachbarschaft des Konzentrationslagers Sachsenhausen lebten und zeigt Erinnerungen von Zeitzeugen aus Ortschaften, durch welche die kilometerlangen Todesmärsche zogen. Der Film ist eine erschütternde und provozierende Aussage über diesen Weg.

Fedor Gál arbeitete in verschiedenen Chemiebetrieben und studierte Chemie. Als Wissenschaftler befasste er sich anschließend mit Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und Prognostik. Er war einer der Hauptakteure des friedlichen Systemwechsels in der Tschechoslowakei. Danach leitete er das Institut für Sozialanalysen an der Komenský-Universität in Bratislava. In den letzten Jahren befasst er sich mit Publizistik über politische und ethische Fragestellungen, ist Verleger, Unternehmer und Mitbegründer der Fernsehanstalt Nova.



Anschließend Diskussion mit:

Fedor Gál (Drehbuchautor und Hauptakteur des Films, Prag)
Eugen Gindl (Journalist, Prag)
Ute Raßloff (Einführung und Moderation, GWZO Leipzig)
Darina Poláková (Dolmetscherin, GWZO Leipzig)


Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, den Staatsfond der Tschechischen Republik zur Unterstützung und Entwicklung der tschechischen Filmkunst und den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond